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Auf der Suche nach Ingmar Bergman

Originaltitel
Ingmar Bergman - Legacy of a Defining Genius
Alternativ
Untitled Ingmar Bergman Documentary (Arbeitstitel), Searching for Ingmar Bergman (CH); Ingmar Bergman - Vermächtnis eines Jahrhundertgenies
Genre
Dokumentarfilm
 
Deutschland 2018
 
97 min, ab 12 Jahren (fsk)
Kinostart
12.07.2018 (D) bei
Weltkino Filmverleih
Regie
Darsteller
Links
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Auf
Weltkino Filmverleih
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Margarethe von Trotta auf der Spur Ingmar Bergmans

In ihrem Dokumentarfilm hat sich Margarethe von Trotta nichts weniger vorgenommen, als sich 'auf die Suche' nach Ingmar Bergman zu begeben. Jenem Filmemacher wohlgemerkt, der mit Klassikern wie "Das siebente Siegel", "Wilde Erdbeeren", "Das Schweigen", "Wie in einem Spiegel" und "Fanny und Alexander" eines der komplexesten Werke der Filmgeschichte schuf. Die renommierte deutsche Filmemacherin und ihr Koregisseur Felix Moeller nähern sich der Regieikone in Gesprächen mit Mitarbeitern und Wegbegleitern, darunter die Schauspielerinnen Rita Russek und Liv Ullmann und die von Bergman beeinflussten Regisseuren Olivier Assayass und Ruben Östlund.

Im Fokus der Spurensuche steht aber nicht nur der Filmemacher Bergman, der 1997 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der Palme der Palme zum besten Regisseur des 20. Jahrhunderts gekürt wird. Auch das Bild eines komplexen Menschen entsteht, etwa wenn Bergmans Sohn Daniel über den schwierigen Charakter seines Vaters Auskunft gibt. Er vermisse seinen Vater nicht, behauptet der 55-Jährige, der dennoch in die Fußstapfen des Vaters schlüpft und selbst Filmemacher wird. Ergänzt werden die von Margarethe von Trotta geführten Interviews von Ausschnitten aus Ingmar Bergmans wichtigsten Filmen sowie von Archivaufnahmen, die den Drehbuchautor, Spielfilm- und Theaterregisseur mal privat, mal bei der Arbeit zeigen.


Anlass für Margarethe von Trottas und Felix Moellers Spurensuche ist Ingmar Bergmans Geburtstag, der sich am 14. Juli 2018 zum 100. Mal jährt. Zu den persönlichen Beweggründen gehört von Trottas Bewunderung für das Werk des großen schwedischen Filmemachers. Wie sie selbst im Presseheft und in "Auf der Suche nach Ingmar Bergman" im Gespräch mit Ruben Östlund sagt, ist sie in den 1960er Jahren bei der ersten Sichtung von "Das siebente Siegel" so angetan von Bergmans Meisterwerk, dass sie beschließt, Regisseurin zu werden. Mit ihren ersten Gehversuchen als Filmemacherin bewegt sie sich später zwar von Bergman weg, wie sie anfügt, den geschätzten Filmemacher trägt sie dennoch ihr 'ganzes Leben im Herzen'.

Die Bewunderung beruht auf Gegenseitigkeit, wie von Trotta Jahre später erfahren wird. Als Bergman in den 1990er Jahren vom Gothenburg Festival nach seinen zehn Lieblingsfilmen gefragt wird, reiht er ihren Film "Die bleierne Zeit" unter Klassiker ein wie Charles Chaplins "Der Zirkus", Andrej Tarkowskijs "Andrej Rubljow", "Das Lied der Straße - La Strada" von Federico Fellini und Akira Kurosawas "Rashomon - Das Lustwäldchen". Das Drama um zwei politisch engagierte Schwestern habe ihm nach einer schweren Zeit in seiner Heimat Schweden und dann in München, wo er Ende der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre als Theaterregisseur Fuß fassen will, die Kraft zum Weitermachen gegeben, wie Bergman einmal der geschmeichelten von Trotta verriet.
Halfdan Ulmann Tondel spricht mit Margarethe von Trotta (Auf der Suche nach Ingmar Bergman, 2018)
Weltkino Filmverleih
Trailer:
Auf der Suche nach Ingmar Bergman: Der Trailer
In Gesprächen mit ehemaligen Mitarbeitern, Weggefährten und der Familie von Ingmar Bergman wird das Bild eines genialen Filmemachers und schwierigen...  Clip starten

Margarethe von Trotta und Felix Moeller begeben sich mit "Auf der Suche nach Ingmar Bergman" auf die Spuren des genialen Regisseurs. mehr
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