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Vera von Langen
Beim Warten auf Freundin Brigitte Horney entdeckt

Vera von Langen will Charakterrollen

Davon träumen viele junge Mädchen: Die schöne Industriellen-Tochter Vera von Langen wartete vor der Kantine der Ufa Babelsberg auf ihre Freundin Brigitte Horney. Irgendwann kam Regisseur Viktor Tourjansky vorbei und engagierte sie für seinen nächsten Film. 1938 übernahm sie dann ihre erste Rolle in Tourjanskys Film "Verklungene Melodie" an der Seite von Brigitte Horney, die schon längst ein Star war.
Von  Ulrich Blanché/Filmreporter.de, 12. Februar 2013

Gegenspielerin ihrer Freundin
Vera von Langen wurde im Rheinland geboren und ging in der Schweiz zur Schule. In Paris traf sie Brigitte Horney, mit der sie an der Ilka Grüning-Schule in Berlin Schauspiel studierte. Rund drei Monate nach ihrer ersten Entdeckung wurde sie gleich ein zweites Mal entdeckt. Regisseur Frank Wysbar fand die Probeaufnahmen für Vera von Langens ersten Film "Verklungene Melodie" im Archiv und schlug sie für die Hauptrolle in "Fünf Millionen suchen einen Erben" mitHeinz Rühmann vor. Dieser Film war sehr erfolgreich und so durfte sie anschließend in "Kautschuk" wieder vor der Kamera stehen. In Zukunft wünscht sie sich laut der Zeitschrift Der Stern vom 29.November 1938, dass sie mehr Charakterrollen spielen darf.

Das Phantom des deutschen Films der 1930er
Über die Schauspielerin Vera von Langen ist heute wenig bekannt. Sie wurde am 17. Juli 1910 im Rheinland geboren und spielte in vier deutschen Filmen in den 1930er Jahren die Hauptrolle. Der einzige oben nicht genannte, heute nachweisbare Film ist "Preußische Liebesgeschichte", ebenfalls aus dem Jahr 1938. Hier spielte sie eine kleine Nebenrolle. Warum von Langen in nur vier Filmen mitspielte, ob ihr Karriereende mit der Naziherrschaft zu tun hatte und was sie bis zu ihrem Tod am 16. Oktober 1967 machte, ließ sich nicht in Erfahrung bringen. Ihr Entdecker Frank Wysbar ging nach neun Filmen, die er in Deutschland realisiert hatte, im Jahr 1938 nach Hollywood und arbeitete fortan unter dem Namen Frank Wisbar weiter.
Ulrich Blanché/Filmreporter.de - 12. Februar 2013
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