RETRO News
Film Revue
Der eiserne Gustav
Mit der Kutsche nach Paris
Eiserner Heinz Rühmann
Heinz Rühmann ("Es geschah am hellichten Tag") ist ab dem 5. Dezember 1958 wieder in den deutschen Lichtspielhäusern zu sehen. Unter der Regie von George Hurdalek ("Königin Luise") stand er für die Komödie "Der eiserne Gustav" vor der Kamera. Rühmanns Ehepartnerin wird von Lucie Mannheim ("Frauenarzt Dr. Bertram") gespielt. Die Geschichte handelt vom Droschkenkutscher Gustav Hartmann, dem in den 1920er Jahren wegen der Motorisierung der Untergang seines Kutschgeschäfts drohte. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, wie die Filmzeitschrift Film Revue am 28. Oktober 1958 berichtet.
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  28. Oktober 2015
Film Revue
Manfred Grothe mimt den Reporter
Pferd gegen Motor
Die zunehmende Motorisierung macht Gustav Hartmann (Heinz Rühmann) zu schaffen. Nach Ende des Ersten Weltkrieges läuft sein Geschäft mit den Droschkenkutschen nur noch schleppend. Anstatt von Hartmann und seinem Pferd Lotte kutschiert zu werden, wollen die Menschen lieber in den neuen vierrädrigen Modellen durch die Gegend fahren. Die Straßen werden immer mehr von Automobilen belagert.

Also plant der Unternehmenstüchtige eine große Reise mit Pferd und Wagen, um die Menschen auf seinen Kutschbetrieb aufmerksam zu machen. Begleitet von einem Reporter, macht er sich am 2. April 1928 auf den Weg von Berlin nach Paris. Seine Frau (Lucie Mannheim) will ihn sogar in die Nervenheilanstalt einweisen lassen, doch Hartmann ist schon längst über alle Berge und kutscht mit Lotte gen Frankreich...
Film Revue
Heinz Rühmann als eiserner Gustav
Lieber gestalten als darstellen
Regisseur George Hurdalek ließ in seinem Film ein kleines Detail weg. Der Berliner Droschkenkutscher Gustav Hartmann besaß bereits ein Auto, als er 1928 nach Paris aufbrach. Er nutzte es als Taxi. Hurdalek führte bei "Der eiserne Gustav" nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Der deutsche Regisseur wurde am 6. Februar 1908 in Görlitz geboren und begann seine Karriere in jungen Jahren als Schauspieler.

Im Laufe seiner darstellenden Tätigkeit stellte er fest, dass die kreative Arbeit hinter der Kamera ihn mehr interessierte. Vorwiegend schrieb er Drehbücher, wie für das Drama "Liebling der Götter" (1960) und den Krimi "Schüsse aus dem Geigenkasten" (1965). Seine Regiearbeit beschränkt sich auf drei Werke. Nach dem Rühmann-Film von 1958 war er bis 1975 nur noch als Autor tätig. Am 15. Juni 1980 starb Hurdalek in München.
Von  Isabel Pluta/Filmreporter.de,  28. Oktober 2015

Zum Thema
Durch die zunehmende Motorisierung droht Droschkenkutscher Gustav Hartmann (Heinz Rühmann) nach Ende des Ersten Weltkrieges die Pleite. Um die Menschen auf seinen Kutschbetrieb aufmerksam zu machen, macht er sich 1928 mit Pferd und Wagen sowie in Begleitung eines Reporters auf den Weg von Berlin nach Paris. George Hurdalek übernahm bei "<movies|12174|Der eiserne... mehr


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