Elephant Special Edition - 2003 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

Elephant Special Edition

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelElephant
GenreDrama
Land & Jahr USA 2003
Verkaufsstart    16.11.2004 (Kinowelt Home Entertainment)
FSK & Länge ab 18 Jahren • 78 min.
RegieGus van Sant
DarstellerAlex Frost, Eric Deulen, John Robinson, Elias McConnell, Jordan Taylor, Carrie Finklea
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieKritikDVDsbewerten
DVD Extras: "Elephant" - Kurzfilm von Alan Clarke • Behind the Scenes • Interview mit Gus Van Sant • Trailer

Amoklauf in einer Schule an einem normalen Tag

Ein Tag an einer beliebigen US-Highschool. Schüler und Lehrer sind wie jeden Schultag mit ihren Hausaufgaben, dem Unterricht, Football oder Klatsch und Tratsch beschäftigt. Einige sind gut in die Gemeinschaft integriert, andere werden weniger akzeptiert, manchmal auch böse traktiert. Doch von außen scheint alles seinen geregelten Gang zu gehen - bis das Unbegreifliche passiert. Denn der Tag wird beileibe nicht so friedlich enden, wie er begann. Zwei Jungs planen einen Amoklauf, wollen auf jeden schießen, der ihnen über den Weg läuft. Seit langem planen sie ein blutiges Massaker, den Höhepunkt in ihrem kurzen, langweiligen Leben.
Gus Van Sant erzählt bevorzugt von Teenagern. Dennoch sind seine Filme beileibe keine Hollywood-Mainstream-Plattitüden, vielmehr thematisiert Van Sant Kindheitstraumata, unglückliche Liebesbeziehungen, Schicksale aus sozialen Subkulturen Amerikas. Auch uns Europäern ist er mit Filmen wie "My Private Idaho" und "Good Will Hunting" längst ein Begriff für anspruchsvolle Jugenddramen geworden. "Elephant" geht stilistisch seinen eigenen Weg, betritt in seiner Erzählhaltung fast Neuland.

Bis auf drei Figuren sind alle Charaktere mit Laien besetzt. Sie nehmen ihre Persönlichkeiten mit auf den Set, stellen einfach nur sich selbst dar. Trotz kleinerer Holprigkeiten in ihrem Spiel erfahren wir ohne viel Worte mehr aus ihrem Leben, ihren Nöten und ihren Träumen, als es lange Interviews vermögen würden. Die Darsteller verstecken sich nicht hinter ihren Rollen, sondern nutzen sie, um uns in der geschützten Sphäre des Films vieles über sich mitzuteilen. Van Sant ist mit einfachen Mitteln ein eindrückliches Drama gelungen. Er folgt nacheinander seinen Protagonisten durch einen Tag, wie viele andere an der Highschool.

Die ersten Durchläufe enden stets am gleichen zeitlichen Punkt, hörbar an einem unscheinbaren und doch eindringlichen metallischen Klicken. Die Kamera folgt den Protagonisten ohne gänzlich ihre Haltung einzunehmen, ist eher ein zudringlicher subjektiver Beobachter. Zwischen den klaustrophobischen Bildern der Schule erlaubt er uns immer wieder den befreienden Blick auf einen wunderschönen Himmel - ein trügerisches Intermezzo, das den tristen Charakter der Schulbilder hernach umso deutlicher hervortreten lässt. Hinter den Bildern hören wir fast ausschließlich Klavierstücke Ludwig van Beethovens. Doch wie die Beobachtungen der Schüler führt uns auch sie letztendlich an den gleichen zeitlichen Punkt, den Punkt mit dem metallischen Klicken...

Bewertung abgeben

Bewertung
9,0
8,0 (Filmreporter)     
 (5 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Trailer: 

Elephant

Gus van Sants "Elephant" beschreibt einen Tag an einer US-Highschool. Schüler und Lehrer sind wie jeden Schultag mit ihren Hausaufgaben, dem Unterricht,...  Clip starten
Im Shop

Elephant (Special Edition)

DVD
Preis: EUR 14,95
Details

Galerie:  Elephant

Gus van Sant ist mit einfachen Mitteln ein eindrückliches Drama gelungen. Er folgt nacheinander seinen Protagonisten durch einen Tag, wie viele andere an der Highschool. Die... mehr
Elephant

Kritik:  Reizbare Elephanten

Jugend, Jugendliche und ihre Probleme waren schon immer wichtige Themen in den Filmen des Amerikaners Gus Van Sant. Bereits "My Private...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieKritikDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de