Tödliches Kommando - 2008 | FILMREPORTER.de
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Tödliches Kommando

OriginaltitelThe Hurt Locker
GenreKriegsfilm
Land & Jahr USA 2008
Kinostart    13.08.2009 (Concorde Filmverleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 131 min.
RegieKathryn Bigelow
DarstellerJeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty, Guy Pearce, Ralph Fiennes, David Morse
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Die tägliche Dosis Adrenalin gibts im Krieg!

Ein kleiner Roboter fährt über unwegsamen, aufgerissenen Asphalt. Mit seinen Greifarmen steuert er auf einen Haufen Plastiktüten zu, die in einer Ecke aufgehäuft liegen. Auf dem angeschlossenen Bildschirm ist zu erkennen, dass es sich um eine versteckte Bombe handeln muss. Die Spezialeinheit um Sergeant Matt Thompson (Guy Pearce) beschließt, das Gebiet im Zentrum Bagdads weiträumig zu evakuieren. Sie wollen eine kontrollierte Sprengung vornehmen. Um kein Risiko einzugehen, wird der Sprengsatz für die Bombe in einem Anhänger deponiert, den der Roboter wieder zum Zielobjekt bringen soll. Doch das Rad fällt auf halber Strecke ab, der Sprengsatz bleibt liegen und die Bombe ist nicht entschärft. Thompson verliert die Geduld und steigt in den dick gepolsterten Schutzanzug. Er will in den Sprengradius treten und die Munition selbst anbringen. Seine beiden Kollegen Sanborn (Anthony Mackie) und Eldridge (Brian Geraghty) geben ihm Rückendeckung. Doch wie sollen sie zwischen Schaulustigen und Terroristen unterscheiden, in einem Land, in dem alle Einwohner in ihren langen Gewändern für die amerikanischen Soldaten gleich aussehen? Zu spät bemerkt Eldridge einen Mann mit Handy, der sich in einer Metzgerei verschanzt hatte.
In "Tödliches Kommando" geht es nicht um politisches Taktieren, militärische Manöver oder hierarchische Strukturen. Im Fokus steht eine kleine Einheit Soldaten, die mit ihren inneren Konflikten ebenso zu kämpfen hat, wie mit dem meist unsichtbaren Gegner vor der Kaserne. Den Einsatz der Truppen versucht Kathryn Bigelow nicht kriegerischer als den Krieg selbst darzustellen, wie es manch anderer Actionfilm tut. Kein übermäßiges Blutgemetzel, keine durch die Gegend fliegenden Leiber erwarten den Zuschauer. Stattdessen die Verunsicherung der Soldaten, die Anspannung im Einsatz, wenn auf der Suche nach dem Zünder die Zeit davonläuft. Die Regisseurin von "K-19 Showdown in der Tiefe" zeigt nicht das Kollektiv Armee, sondern die Individuen, aus denen diese besteht. Es sind unterschiedliche Gründe, die die Soldaten ans andere Ende der Welt verschlagen haben. Bigelow nimmt sich über zwei Stunden Zeit, ihre Charaktere genauer zu studieren, ihnen in Extremsituationen ihre Emotionen zu entlocken. Sie hetzt nicht von einem Szenario zum nächsten, um sich in explosiver Effekthascherei zu steigern. Genau darin liegt die Stärke ihres Kriegsfilms. Die Spannung baut sich langsam auf. Die Regisseurin zieht die Momente der Bomben-Entschärfung in eine unerträgliche Länge, bis auch der letzte Zuschauer nachvollziehen kann, unter welch enormen Druck die Männer stehen. In unaufdringlicher Art nähert sie sich den psychologischem Aspekt und zeigt die Entfremdung derjenigen, die täglich mit dem Ende ihres Lebens rechnen müssen. Trotzdem melden sich die Soldaten freiwillig für diesen Job und Bigelow gibt eine Antwort für ihre Motivation, ohne den pädagogischen Zeigefinger zu heben.
Tödliches Kommando

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Bewertung
3,8
7,0 (Filmreporter)     
 (4 User)

Meinungen

Krieg ist eine Droge

Mit diesen blödsinnigen Worten im Vorspann beginnt der, meiner Meinung nach völlig überbewertetem Durchhaltefilm „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, der 2010 allen... mehr
17.11.2010 15:01 Uhr - Cheops

subtile spannung in bigelows film

Der kritikerin des films in filmreporter.de kann ich mich nur anschließen. Bilgelow schafft es tatsächlich, einen neunen blick auf das genre des anti-kriegsfilms zu werfen.... mehr
04.03.2010 14:57 Uhr - schnappschuss


Trailer: 

Tödliches Kommando

Fast täglich rückt eine kleine Spezialeinheit amerikanischer Soldaten aus, um in Bagdad das Schlimmste zu verhindern. Die Elitetruppe aus...  Clip starten
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