Grace of Monaco - 2013 | FILMREPORTER.de
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Grace of Monaco

OriginaltitelGrace of Monaco
GenreBiographie, Drama
Land & Jahr Frankreich/USA/Belgien 2013
Kinostart    15.05.2014 (Universum Film)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 113 min.
RegieOlivier Dahan
DarstellerNicole Kidman, Tim Roth, Parker Posey, Paz Vega, Frank Langella, Derek Jacobi
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Porträt von Schauspielerin und Fürstin Grace Kelly

Das Fürstentium Monaco Anfang der 1960er Jahre: Fürst Renier III. (Tim Roth) kämpft um die Souveränität seines Landes von Frankreich. Vom französischen Präsidenten Charles de Gaulle politisch unter Druck gesetzt und mit einer militärischen Drohung konfrontiert, hat der Fürst für seine Frau Grace Kelly (Nicole Kidman) kaum Zeit. Die Schauspielerin hat sich noch nicht an das royale Leben gewöhnt, als sie ein lukratives Angebot aus Hollywood erhält.

Kein geringerer als Alfred Hitchcock möchte mir ihr einen weiteren Film drehen. Nach "Bei Anruf Mord", "Das Fenster zum Hof" und "Über den Dächern von Nizza" wäre es ihr vierter gemeinsamer Film. Gracia Patricia steht vor einem Dilemma: Soll sie das Angebot annehmen und wieder ins Filmgeschäft einsteigen oder sich in die verantwortungsvolle Rolle der Fürstin von Monaco fügen?
Mit der Darstellung großer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat Regisseur Olivier Dahan ("Die Purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse") bereits Erfahrung gesammelt. Immerhin hat der Franzose mit der Verfilmung der Lebensgeschichte von Edith Piaf ein von Kritik und Publikum gefeiertes Biopic vorgelegt und damit nicht nur seiner und der Karriere von Hauptdarstellerin Marion Cotillard einen enormen Schub verpasst.

Mit der filmischen Umsetzung der Lebensgeschichte von Grace Kelly verhält es sich indes etwas komplizierer. Die Hollywood-Diva ließ nach zahlreichen Filmerfolgen die Traumfabrik hinter sich, um an der Seite von Fürst Rainier III. Fürstin von Monaco zu werden. Aus Grace Kelly wurde Gracia Patricia, aus einer respektierten Schauspielerin (Oscar für "Ein Mädchen vom Lande") eine verantwortungsvolle Landesmutter.

Dass Kelly/Gracia Patricia bis zu ihrem tödlichen Autounfall im Jahr 1982 ein faszinierendes Leben führte, ist unbestreitbar. Umso größer sind aber auch die Hürden, die sich jedem Kreativen in den Weg stellen, der dieses reichhaltige Leben sei es auf Zelluloid oder in ein Buch bannen will. Zwar hätte er genügend faszinierendes Material zur Hand, das zudem auf das Interesse eines erweiterten Zielgruppenkreises (Filmfans und Fans der Royals) stoßen würde. Andererseits können ebendiese Vorteile zugleich die größten Probleme bereiten.

Ein facettenreiches Leben auf zwei Stunden Film zu bannen ist schon eine Herausforderung. Dass es diesbezüglich im Fall von "Grace of Monaco" Schwierigkeiten gab, kann man bereits vor Fertigstellung des Biopics zur Genüge beobachten. Allem Anschein hat es enorme kreative Unstimmigkeiten zwischen Regisseur Gahan und den Veranwortlichen hinter dem US-Verleiher The Weinstein Company gegeben. Stichwort: Harvey Weinstein. Der Hollywood-Mogul hatte zuvor schon mit seinem Querlegen im Fall von "Snowpiercer" negative Schlagzeilen gemacht. Welcher Art die Probleme bei "Grace of Monaco" waren, konnte im Einzelnen zwar nicht in Erfahrung gebracht werden. Offenbar waren sie aber groß genug, dass der Kinostart des Films zwei Mal verschoben werden mussten (wir berichteten: Kinostart von \"Grace of Monaco\" verschoben).

Die andere Herausforderung, die sich Dahan bereits im Vorfeld der Kinoauswertung in den Weg stellt, ist die Resonanz der Zielgruppen sowie des Umfeldes, in der sich Kelly/Gracia Patricia bewegte. Dürften Anhänger und Weggefährten der Schauspielerin Kelly verständnisvoller gegenüber ihrem filmischen Portrait sein - die Prämisse von der künstlerischen Freiheit dürfte ihnen vertraut sein, könnten Anhänger und das royale Umfeld Gracia Patricias empfindlicher reagieren. Tatsächlich hat es bereits vor Fertigstellung des Films aus Monaco Bedenken darüber gegeben, dass Gracia Patricia allzu glorifiziert werde, während Fürst Renier schlecht wegkomme. Zudem kritisierte man die mangelnde Faktentreue und die Tatsache, dass viele Episoden frei erfunden sind.

Das Problem mit der Balance zwischen Dichtung und Wahrheit - wenn das nicht das ewige Dilemma bei der künstlerischen Formung des wahren Lebens ist. Bezeichnend ist auch, dass "Grace of Monaco" 2014 seine Weltpremiere dort feiert, wo Grace Kelly im Mai 1955 Fürst Renier III. von Monaco kennenlernte: bei den Filmfestspielen von Cannes. So schließt sich der Kreis wieder.
Grace of Monaco

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Trailer zu "Grace of Monaco"

"Grace of Monace" kreist um eine der faszinierendsten Filmpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Grace Kelly wird gefeiert als Schauspielerin, bevor sie...  Clip starten
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"Grace of Monaco" ist Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Das Biopic feiert also dort Premiere, wo sich Grace Kelly und Fürst Renier III.... mehr
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