Interview: Tom Cruise zu Last Samurai | FILMREPORTER.de
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Interview

Langsam wachsende Liebe zwischen Koyuki und Tom Cruise
Epos mit etwas Liebe und viel Martial-Arts-Action

Für Cruise eine Frage der Ehre?

Tom Cruise will alles machen, alles können, alles sein. Mit "Last Samurai" fand er nun das perfekte Projekt, mit dem er historisches Epos mit Love Story und Actionfilm kombinieren konnte. Dazu lernte er mit Samurai-Schwertern kämpfen und altjapanisch reden. Ach ja, und einen seelisch gequälten Alkoholiker darf er zu Beginn des Films auch noch mimen. Keine Frage, Cruise versucht sich mit diesem Film ein Denkmal zu setzen. Ob ihm das gelingt wird die Oscarverleihung im März mehr zeigen als alle Einspielergebnisse der Welt zusammen gerechnet.
Von  Elisabeth Sereda, Filmreporter.de,  2. Januar 2004

Tom Cruise im hoffnungslosen Kampf für die Ehre

Tom Cruise im hoffnungslosen Kampf für die Ehre

Ricore Medien: Ehre ist ein großes Thema in der Philosophie der Samurai - wie wichtig ist Ehre in Ihrem Leben und für unsere westliche Weltauffassung im allgemeinen?

Tom Cruise: Die erste Person , die mir Ehre beigebracht hat, war meine Mutter. Sie erklärte mir den Unterschied zwischen richtig und falsch, und dass ich um das Richtige zu machen, zuerst wissen muss was ich will und den Mut haben, es durch zu ziehen.

Ricore: Was war für Sie die größte Entdeckung als Sie sich auf den Film vorbereiteten, und das Thema recherchierten?

Cruise: Die Samurai waren in erster Linie Lehrer und erst in zweiter Linie Kämpfer. Sie erkannten durch Training dass sie stärker als andere sind, und dass sie dadurch Verantwortung tragen. Die Erkenntnis, dass sie spirituell sind, kommt dann automatisch. Das Kämpfen selbst ist eine Disziplin, die einem Balance, Stärke, Schnelligkeit, und Flexibilität beibringt. Aber das körperliche Training muss mit dem mentalen einhergehen.

Ricore: Von all den Dingen, die sie gelernt haben, was hat Sie am meisten fasziniert?

Cruise: Ich las Bushido. Ich traf Ed Zwick und als ich den Code des Samurai las, war ich wie vom Schlag getroffen. Weil es so hochaktuell für unser Leben ist. Wenn du diese Weisheiten anwendest, kannst du ein glückliches Leben haben. Die Fragen der Ehre und Leidenschaft für alles, was du tust. Dann sprach ich mit Ken Watanabe und Hiroku Sanada darüber, denn unsere Generation weiß nicht viel darüber, und wir sollten diese Philosophie wieder entdecken. Und das gilt nicht nur für unsere westlichen Kulturen, sondern auch für die Japaner selbst. Kaum ein Teenager, der wirklich seine Geschichte kennt, die Geschichte seines Landes. Das ist schade, und muss wieder entdeckt werden.

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