MGM
Fünf Agenten im Dienste ihrer Majestät
Im Auftrag Ihrer Majestät
Feature: 50 Jahre James Bond - 007
Er ist König der Geheimagenten und seit seiner Jagd auf Dr. No im ersten Leinwandabenteuer vor 50 Jahren aus der Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist vom britischen Spion 007 - James Bond, der in zahlreichen Filmen im Auftrag seiner Majestät gegen das Böse kämpft. Das Feindbild des unermüdlichen Helden wechselt ab und an wie die Hauptdarsteller: Vom stilprägenden Gentleman Sir Sean Connery bis zum modernen Agententyp eines Daniel Craig - die meisten James Bond-Darsteller haben der Figur eine eigene Note gegeben.
Von  Stefan Huhn, Filmreporter.de,  5. Oktober 2012
20th Century Fox
James Bond 007 jagt Dr. No
Romanfigur wird zum Filmhelden
Ian Fleming (1908 - 1964) ist der Schöpfer von James Bond. Der britische Autor schreibt zwölf Romane und zahlreiche Kurzgeschichten, in denen er seinen Geheimagenten gegen kriegslüsterne Russen und größenwahnsinnige Verbrecher ins Feld ziehen lässt. Nach dem Tod Flemings werden die Filmabenteuer von anderen Autoren übernommen. James Bond-Filme aus den 1960er- und 1970er Jahren wie "Liebesgrüße aus Moskau" halten sich noch weitgehend an die Romanvorlagen. Seit "James Bond 007: Lizenz zum Töten" (1989) basieren die Geschichten des waghalsigen Geheimagenten nicht mehr auf Fleming Storys, sie übernehmen nur Personage, Motive und klassische Zutaten wie den geschüttelten Martini.
AFI
Sean Connery beim AFI Lifetime Achievement Award 2006 in Los Angeles
Ein Mann - viele Gesichter
Sechs Darsteller haben bis heute James Bond verkörpert. In den 1960er Jahren prägt Sir Sean Connery den Charakter, der Schotte macht es seinen Nachfolgern schwer, trotzdem kann in den 1970er und 1980er Jahren auch Sir Roger Moore überzeugen. Sein Bond ist mehr Dandy, als Gentleman. Dazwischen darf sich George Lazenby 1969 ein einziges Mal als Protagonist in "James Bond 007: Im Geheimdienst Ihrer Majestät" versuchen. Ende der 1980er gibt Timothy Dalton in "James Bond 007: Der Hauch des Todes" und "James Bond 007: Lizenz zum Töten" ein kurzes und unrühmliches Intermezzo. Der Walise kommt bei den Fans nicht an.
Danjaq, LLC, United Artists Corporation and Columbia Pictures Industries
Daniel Craig
Bond bürgerlicher und härter
Nachfolger Pierce Brosnan hat wieder etwas mehr Erfolg beim Publikum und wird in vier Abenteuern besetzt, an Connery und Moore kommt auch er nicht ran. Erst mit der Jahrtausendwende findet die Filmreihe wieder einen überzeugenden Geheimagenten. Daniel Craig feiert 2006 mit "James Bond 007: Casino Royale" seine Premiere als Spion seiner Majestät. Mit dem physisch sehr präsenten Bond wird die Filmreihe modernisiert, selbst der geschüttelte Martini steht zur Disposition.

So mancher Fan vermisst die Athmosphäre von Klassikern der Reihe, wie "James Bond 007: Goldfinger" und "James Bond 007: Feuerball" und auch die humorigere Interpretation von Roger Moore. Der typische Bond-Charme ist zuletzt etwas verloren gegangen. Dennoch funktionieren sie als spannende Action-Thriller, die auch eingefleischte Fans der Reihe überzeugen. Am 1. November 2012 kommt mit "James Bond 007: Skyfall" der dritte Craig-Bond in die deutschen Kinos.
Von  Stefan Huhn, Filmreporter.de,  5. Oktober 2012
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