Retronews: Spannender Oscar-Anwärter | FILMREPORTER.de
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Humphrey Bogart in "Verzweifelte Stunden"
Zerstörung bürgerlicher Glückseligkeit

Spannender Oscar-Anwärter

William Wylers neuestes Werk "Verzweifelte Stunden" gilt als sicherer Oscar-Favorit im Jahr 1955. Kein Wunder, in den Hauptrollen sind Humphrey Bogart und Fredric March zu sehen. Der Film zeigt die nackte Verzweiflung zweier Seiten und behandelt gleichzeitig weitere pikante Themen, wie die Zeitschrift Münchner Illustrierte (Heft 49, 1955) berichtet.
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de, 17. April 2018

Mary Murphy, Dewey Martin und Frederic March in "Verzweifelte Stunden"

Mary Murphy, Dewey Martin und Frederic March in "Verzweifelte Stunden"

Preisgekröntes Kanonenfutter?
Familie Hilliard wird von drei bewaffneten Gangstern in ihrem Haus als Geisel gehalten. Die Verbrecher sind gerade aus dem Gefängnis geflohen. Zwei ebenbürtige Männer stehen sich gegenüber: Griffin, gespielt von Humphrey Bogart, versucht verzweifelt der Gefangenschaft zu entkommen. Fredric March verkörpert das Oberhaupt der Familie Hilliard, dessen wichtigste Aufgabe darin besteht, mit allen Mitteln seine Familie zu schützen.

Wylers Film ist geladen von turbulenten und spannungsgeladenen Szenen. Aber auch die schauspielerischen Leistungen überzeugen. Mit großer Spannung wird nun die Jury-Entscheidung bezüglich der Oscar-Verleihung erwartet.

Frederic March im Kampf

Frederic March im Kampf

Späte Ehrung
Obwohl die Münchner Illustrierte sehr überzeugt klang, gewann William Wylers Werk keine der begehrten Gold-Statuetten. Doch die beiden Hauptdarsteller von "An einem Tag wie jeder andere", wie der deutsche Filmtitel schließlich lautete, hielten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Oscar in der Hand. Humphrey Bogart gewann ihn 1952 für seine Hauptrolle in "African Queen", Fredric March 1932 für seine Darstellung des Dr. Jekyll in Rouben Mamoulians Horrorfilm "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" sowie 1938 für seine Hauptrolle in "Ein Stern geht auf".

Für William Wyler gehörte die alljährliche Preisverleihung schon fast zum Alltag. Insgesamt war der in Mülhausen im Elsass geborene Regisseur 14 Mal für den amerikanischen Filmpreis nominiert. Er nahm ihn drei Mal mit nach Hause. Einen seiner größten Erfolge feierte Wyler mit "Ben Hur", welcher bei den Academy Awards 1960 mit elf Oscars ausgezeichnet wurde.
Indra Fehse/Filmreporter.de - 17. April 2018
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