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Oliver Stone

© UIP

DiCaprio kann sich nicht vierteilen!

Stone: Chance für Alexander-Epos

Weil sich Leonardo DiCaprio nicht vierteilen kann, bekommt Oliver Stone noch eine Chance für sein eigenes "Alexander"-Epos. Außerdem: Hollywood-Bosse auf dem finanziellen Abstellgleis, und das Oscar-Rennen ist eröffnet.
02. Jan 2003: "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" dominiert die Kinokassen: Der zweite Teil von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie hat weltweit bereits über 400 Millionen Dollar eingespielt - davon etwa die Hälfte in den USA und Kanada. "Titanic"-Star Leonardo DiCaprio, der in Amerika zurzeit mit zwei Filmen zugleich im Kino ist, kann da nicht mithalten: Am letzten Kinowochenende des vergangenen Jahres kam er in Steven Spielbergs spritziger Gauner-Komödie "Catch Me If You Can" auf etwa 30 Millionen und in Martin Scorseses überwältigendem Gangster-Epos "The Gangs of New York" auf 11,2 Millionen Dollar - das ist selbst in der Summe weniger als das knapp 50 Millionen Dollar starke Wochenendergebnis von "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme". "The Gangs of New York" ist zudem drauf und dran, ein finanzieller Flop zu werden. Dem meisterhaft gemachten Film kann eigentlich nur noch ein gutes Abschneiden beim Oscar-Rennen helfen. Zumindest DiCaprios Co-Star Daniel Day-Lewis hat dabei eine Nominierung schon so gut wie in der Tasche.

Hollywood-Dreamteam: Scorsese und DiCaprio

Scorsese und DiCaprio wollen dennoch so bald wie möglich noch einmal zusammenarbeiten. Am 12. Mai sollen die Dreharbeiten für die Howard-Hughes-Filmbiographie "The Aviator" beginnen und der Film im Herbst 2004 schließlich ins Kino kommen. Produzent ist wieder Miramax-Boss Harvey Weinstein, mit dem sich Scorsese bei "The Gangs of New York" lautstarke Streitereien ums Budget und die finale Schnittfassung des Werkes lieferte. Inzwischen hat man sich aber ganz offenbar wieder vertragen.

Das "Aviator"-Drehbuch von John Logan ("Gladiator", "Star Trek: Nemesis") porträtiert den jungen Howard Hughes (DiCaprio) und seinen Aufstieg zum flugzeugverrückten Hollywood-Mogul. Der Film endet kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als Hughes noch immer bei auf der Höhe seiner Kräfte war und mit Filmstars wie Katharine Hepburn oder Ava Gardner turtelte. Demgegenüber zeigt ein Konkurrenzprojekt von Regisseur Chris Nolan den älteren Hughes (dargestellt von Jim Carrey), seinen Aufstieg zum Großindustriellen und seinen späteren Niedergang als menschenscheuer Einsiedler.

Baz Luhrmanns "Alexander" wird verschoben - zur Freude von Oliver Stone

Leos Unterschrift für "The Aviator" hat allerdings Konsequenzen. So muss Baz Luhrmanns viel diskutiertes "Alexander"-Epos erst einmal verschoben werden - die Dreharbeiten für dem 150 Millionen Dollar teuren Historienfilm über den von DiCaprio gespielten persischen Eroberer (als Alexanders Mutter ist Nicole Kidman im Gespräch) können nun frühestens im Herbst 2003 beginnen. Das freut Oliver Stone, dessen schon totgesagtes Konkurrenzprojekt nun wieder Chancen hat. Die Dreharbeiten für Stones "Alexander the Great" sollen nämlich bereits im Juni 2003 beginnen, und zwar mit Colin Farrell in der Titelrolle. Auch Stones Budget wird bei über 100 Millionen Dollar liegen.
Rico Pfirstinger/Filmreporter.de
Weiterführende Infos
Filme
Star Trek X: Nemesis - Science Fiction USA, 2002  mehr
Gladiator - Action Großbritannien, 2000  mehr
Gangs Of New York - Drama USA, 2002  mehr
Catch me if you can - Drama USA, 2002  mehr
Titanic - Katastrophenfilm USA, 1997  mehr
Der Herr der Ringe - Die zwei Türme - Fantasy USA, 2000  mehr
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