Sony Pictures
Daniel Craig in "James Bond 007: Casino Royale" (2006)

James Bond: Casino Royale

Originaltitel
Casino Royale
Alternativ
James Bond 21 (Arbeitstitel)
Regie
Martin Campbell
Darsteller
Veronika Hladikova, Rebecca Gethings, Alessandra Ambrosio, Phil Meheux, Dusan Pelech, Valentine Nonyela
Kinostart:
Deutschland, am 23.11.2006 bei Sony Pictures
Kinostart:
Österreich, am 24.11.2006 bei Sony Pictures Filmverleih
Kinostart:
Schweiz, am 24.11.2006 bei Buena Vista International (Schweiz)
Kinostart Deutschland
James Bond 007: Casino Royale
Genre
Action, Abenteuer, Thriller
Land
USA, Großbritannien, Tschechische Republik
Jahr
2006
Länge
145 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
7,1 (25 User)
Daniel Craig in seinem ersten James-Bond-Abenteuer
Der Name ist Bond...James Bond (Daniel Craig). Der berühmte britische Geheimagent kehrt zurück, um die Welt ein weiteres Mal zu retten. Ein weiteres Mal? Nicht wirklich, denn im 21. offiziellen Bond-Abenteuer werden die Anfangsjahre des Agenten erzählt. Erst nach zwei erfolgreichen Eliminierungen wird dem jungen Bond der "00"-Agenten Status verliehen. Seine erste Mission als 007 führt ihn auf die Spur des eiskalten Le Chiffre (Mads Mikkelsen).

Er ist der Bankier einer weltweit operierenden Terrororganisation und ein leidenschaftlicher Pokerspieler. Für seine Terrorzelle will er im "Casino Royale" in Montenegro einen hohen Geldertrag erspielen. Bond darf in einem heißen Pokermatch gegen den Bösewicht antreten. Dessen Niederlage würde die komplette Organisation zu Grunde richten. Einige gezinkte Karten und geschüttelte Martinis später wird man sehen, wer das Spiel für sich entscheiden wird. Aber keine Angst, in "Casino Royale" wird nicht nur gezockt. Die üblichen Zutaten wie spektakuläre Verfolgungsjagden, Explosionen, Schießereien, Folter und Reisen in exotische Länder sind natürlich wie in jedem James Bond-Abenteuer vorhanden. Auch die schöne Frau an der Seite des Agenten darf nicht fehlen. Vesper Lynd (Eva Green) heißt die verführerische Dame, die sich bei dem gefühlskalten Bond um die körperlichen Belange kümmern darf. Sie wird das künftige Liebesleben des Helden für immer verändern.
Mit der Verfilmung des ersten Romans von Bond-Erfinder Ian Fleming aus dem Jahr 1953 kehrt langlebige Geheimagentenserie zu ihren Wurzeln zurück. Der neue James Bond Darsteller Daniel Craig musste im Vorfeld einiges an Medienschelte einstecken. Mit seiner Neuinterpretation der prestigeträchtigen Rolle wird er die Kritiker verstummen lassen. Craig ist nicht der bestaussehendste 007-Darsteller, verfügt aber mit Abstand über die besten schauspielerischen Qualitäten.

Er vereint Charme, Witz, emotionale Leidensfähigkeit und vor allen Dingen eine Eigenschaft, die man schon seit Jahren vermisst hat: gnadenlose Härte. Dies bemerkt man sofort in der schwarz-weiß gehaltenen Eröffnungssequenz. Bond teilt nicht nur aus, er muss auch einiges einstecken. Im Gegensatz zu den letzten 007-Abenteuern wurde bewusst auf computergenerierte Effekte verzichtet. Dafür setzt "Goldeneye"-Regisseur Martin Campbell auf authentische Actionszenen. Für die atemberaubende Verfolgungsjagd durch die Straßen von Madagaskar wurde der Erfinder der Sportdisziplin "Free Running" Sébastien Foucan verpflichtet. Selbst das langweilig anmutende Pokerspiel ist spannend inszeniert. Erst im letzten Drittel wird das hohe Tempo zu Gunsten der Geschichte zurück geschraubt.

Der Einfluss von Oscarpreisträger Paul Haggis auf das Drehbuch ist besonders im ironischen Zusammenspiel zwischen 007 und Vesper Lynd unverkennbar. Die hübsche Eva Green verkörpert kein typisches Bondgirl. Vesper steht als emanzipierte Frau auf Augenhöhe mit dem Geheimagenten. Auch Mads Mikkelsen gibt als Le Chiffre keinen klassischen Bösewicht. Der Bankier will nicht die Welt beherrschen. Er denkt nur an seinen eigenen Vorteil und versucht durch seine Verbrechen den eigenen Kopf aus der Schlinge seiner Auftragsgeber zu ziehen. Im 21. Bond-Abenteuer ist der Generationswechsel mit Daniel Craig geglückt. Ihm wird nicht das gleiche Schicksal ereilen wie George Lazenby, der mit "Im Geheimdienst ihrer Majestät" nur einen Auftrag als Superagent erledigen durfte. Craig hat bereits für zwei weitere Teile als James Bond unterschrieben.
Andreas Eckenfels/Filmreporter.de
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